Gabriel – Juni 2004

P6150014Obwohl ich Krankenschwester bin, war für mich immer schon klar, dass ich mein Kind zu Hause, in ruhiger, gewohnter Umgebung zur Welt bringen möchte. In den erste Wochen meiner Schwangerschaft machte ich mich daher auf die Suche nach einer Hebamme die mich dabei begleiten würde. Bei einer Erstgebärenden eine Hebamme zu finden, mit dem Ziel eine Hausgeburt anzustreben, war nicht einfach, doch schließlich und endlich fand ich Monika.

Ihr ruhiges, besonnenes Wesen faszinierte mich und nach dem ersten Treffen war mir klar, dass ich mich mit ihr auf das „Abenteuer“ Hausgeburt einlassen konnte. Ihre Betreuung während meiner Schwangerschaft war flexibel und unkompliziert. Als ich in der 26 Schwangerschaftswoche mein Baby weniger spürte als die Wochen zuvor, war es kein Problem ein kurzfristiges Treffen mit Untersuchung zu vereinbaren, bei dem sie mich beruhigen konnte, dem Baby ging es gut.

Dann war es plötzlich so weit, 4 Wochen vor dem eigentlichen Geburtstermin erwachte ich um 1:00 Uhr nachts durch den Blasensprung. Völlig überrascht rief ich Monika an. Eine Stunde später bekam ich Wehen, und diese bereits alle 2 Minuten. Monika beeilte sich und war gegen 3:00 Uhr bei mir. Um 4:00 Uhr war Gabriel schon geboren. Über gebären in der Badewanne oder am Geburtshocker hatten wir vorher gesprochen und überlegt, doch schließlich und endlich fühlte ich mich, völlig überrascht von der Geburt, in meinem Bett am wohlsten. Wie vorher zwischen Monika und mir abgesprochen, legte sie Gabriel gleich auf Papis Brust, denn ich hatte schon 9 Monate Beziehungsvorsprung  mit unserem Baby und mein Mann sollte keine Minute mehr verlieren. Wir genossen die ersten Stunden in Dreisamkeit, denn Monika mit ihrer zurückhaltenden, angenehmen Art gab uns das Gefühl nur für uns sein zu können.

Monikas Nachbetreuung dauerte länger als geplant, denn Gabriel verlor sehr viel an Gewicht, war schläfrig und hatte mit Neugeborenen-Gelbsucht zu kämpfen. Meine Enttäuschung war groß, als wir uns dafür entscheiden mussten zuzufüttern, da er viel zu wenig von der Brust trank. Viele Tränen und Gefühlschaos und ich war sehr froh in dieser Zeit Monika an meiner Seite zu haben.